Kommunale Jugendbeteiligung
Zum zweiten Mal in Folge, haben die achten Klassen des Gymnasium die Chance, in direkten Kontakt mit ihren Bürgermeistern zu treten und sich Gehör für ihre Belange zu verschaffen.
Wie jugendfreundlich sind die Gemeinden im Weissacher Tal? Diese Frage stellten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieses mehrwöchigen Projekts in Gemeinschaftskunde unter Leitung von Kerstin Bojeczan. Das Resümee fällt überwiegend positiv aus. Die Erfahrung, auch als junger Mensch von Politikern gehört zu werden und möglicherweise etwas zu bewirken, war eine sehr wertvolle im Bereich der politischen Bildung und Demokratieförderung, die unsere Jugend in Zeiten wie diesen ganz besonders braucht.
Gleich zu Beginn des Schuljahres hatten die Jugendlichen die Aufgabe, Fotos von Orten zu machen, die sie gerne besuchen und die für Jugendliche attraktiv sind. Daraus wurde eine Präsentation über die Gemeinde und der politischen Entscheidungsträger. Vor allem die Frage nach Verbesserungspotenzial und unerfüllten Bedürfnissen wurden in den Schülergruppen angeregt diskutiert, präsentiert und anschließend in einen Brief verpackt. Eine kleine Schülergruppe interviewte den Auenwälder Bürgermeister Kai-Uwe Ernst sogar auf eigene Faust. Alle Bürgermeister, Daniel Bogner, Kai-Uwe Ernst, Reinhold Sczuka sowie die Bürgermeisterin Patrizia Rall, erhielten im Laufe des Projekts Briefe von den Jugendlichen, in denen sie ihnen schilderten, was sie als Jugendliche an ihren Gemeinden schätzen und wo sie noch Luft nach oben sehen. Busverbindungen, Straßenbeleuchtung, beschädigte Bolzplätze oder auch die Ausgestaltung der Jugendzentren waren in den Briefen immer wieder Thema. Viel Lob gab es für die vielfältige Vereinslandschaft.
Sehr ausführliche und wertschätzende Antwortbriefe an die Klassen kamen bereits zurück. Am 27.1.2025 ging es dann ins Weissacher Rathaus, um mit Daniel Bogner über die Bedürfnisse der Jugendlichen persönlich zu sprechen und die Strukturen und die vielfältigen Aufgaben einer Gemeinde vor Ort kennen zu lernen. Was in Zeiten finanzieller Not unter den Kommunen nun umgesetzt werden kann, steht auf einem anderen Blatt.
Bericht von Kerstin Bojeczan

