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Gemeinschaftsschule im Bildungszentrum

- gebundene Ganztagsschule -

Die Wilden Hühner auf der Bandhaus-Theater-Bühne

Am Mittwoch, den 15.7. begeisterte die Theater-AG des Bildungszentrums Weissach im Tal mit dem Stück „Die Wilden Hühner und die Liebe“ (v. C. Funke, in einer Bearbeitung v. R. Hertwig) unter der Leitung von Donate Weiß.


Es geht um verschiedene Arten der Liebe in diesem Stück. Die Mädchen sind verliebt – glücklich und unglücklich. Melanie trauert Willi nach und ist unerträglich, Frieda wartet mal wieder auf Maik, nur Sprotte und Fred sind ein prima Team. Aber dann taucht plötzlich Sprottes Vater nach 13 Jahren auf und bringt alles durcheinander. Sogar die Heiratspläne ihrer Mutter geraten ins Wanken. Und natürlich hat bei alledem Oma Slättberg ihre Hände im Spiel. Niemand hat Zeit, auf Wilma zu achten. Und so sind die Hühner sprachlos, als sie von Wilmas neuer Liebe erfahren: Leonie!
Die zehn Schauspielerinnen von Klasse 6-8 schlüpften hierbei z.T. in mehrere Rollen. Sie schafften es, allein durch Sprache, Spiel und Mimik – ohne aufwändige Kostümierung oder Maskerade – die verschiedenen Figuren glaubhaft darzustellen. Mit außergewöhnlicher Spielfreude bewegten sich die Schauspielerinnen locker und frei durch das Stück, improvisierten miteinander, reagierten spontan auf kleine Abweichungen und integrierten diese gekonnt ins Stück. Das Publikum folgte gebannt der Geschichte - v.a. Wilmas Coming-Out (gespielt von Lina Cluse) war so bewegend, dass mancher sogar die ein oder andere Träne vergoss.
Sprotte (Isabell Mack) war in jeder Szene herrlich präsent und frech. Sie hatte damit die größte Textfülle zu bewältigen, was ihr mit bemerkenswerter Leichtigkeit gelang. Emilia Laubengeiger kam in ihrer Rolle als Sprottes Mutter glaubhaft zur Geltung, wenn sie mit ihrem Ex (Liara Mezger) in Kontakt trat, die ebenso „männlich“ gekonnt Fred spielte. Alice Grau gab energiegeladen die Freundin Frieda und Jolina Häfner schlüpfte in die Rolle der zickigen Melli. Julia Schaal traf die harmoniesüchtige Trude mit passend vorsichtigem Ton. Die Rolle der Oma wurde von Marie Besserer schön garstig gespielt, die ebenso den Jungen Torte spielte. Auch Leni Klöpfer hatte zwei Rollen inne: einmal Wilmas neue Liebe Leonie sowie Willy, einer aus der Jungsbande.
Das Bühnenbild war sparsam gestaltet: Durch ein Schild mit der Raumbezeichnung und einer kurzen Beschreibung der Sprecherin Carolin Roith wurde die Vorstellungskraft der ZuschauerInnen zu Beginn jeder Szene angeregt.
Die Licht- und Tontechnik lag in den Händen von Niklas Ehmann und Oskar Ziegler.
Ein gelungener Theaterabend mit aktuellen Themen und viel Applaus!
Ohne die finanzielle Unterstützung für unsere Probentage durch die Schulstiftung, den Förderverein und den Elternbeirat wäre dies alles nicht möglich gewesen. Herzlichen Dank! Für die Bereitstellung des wunderbaren Bandhaus Theaters geht der Dank an Juliane Putzmann.

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